Kontakt

Forschungsstelle Qumran-Wörterbuch
Akademie der Wissenschaften zu Göttingen
Friedländer Weg 11
D-37085 Göttingen

qumran[at]theologie.uni-
goettingen.de

 



Die Datenbank

Ein grundlegendes Arbeitsmittel des Projektes ist eine selbst entworfene Datenbank, in der alle Informationen gespeichert werden und jederzeit den Mitarbeitern zur Verfügung stehen. Die Datenbank enthält nicht nur den gesamten hebräischen und aramäischen Textbestand, für den das Wörterbuch geschrieben wird, sondern in ihr werden alle morphologischen und syntaktischen Bestimmungen zu den einzelnen Wörtern erfasst. Dabei ist es möglich, zu jedem Wort unterschiedliche Deutungen oder Vorschläge einzugeben. Eine Besonderheit ist auch die Eingabe von abweichenden Textlesungen, die in der Literatur zu finden sind, sowie die Verknüpfung der Texte mit Parallelstellen aus dem Textkorpus oder biblischen Texten.

 

Screenshot XML-Code Auch die XML-formatierten Wörterbuchartikel sind Bestandteil der Datenbank und mit ihr direkt verlinkt. Auf diese Weise aktualisieren sich die Textverweise und -zitate in den Artikeln von selbst. Zugleich ist damit die Grundlage gegeben, das Wörterbuch sowohl in einer automatisch generierten Druckfassung zu publizieren als auch mit seinen Verweisen auf die Datenbank elektronisch über das Internet zugänglich zu machen.

Die Bibliothek

Das Wörterbuch-Unternehmen verfügt über eine wertvolle Spezialbibliothek mit einer umfassenden Sammlung der Editionen der Handschriften vom Toten Meer einschließlich der Neu- und Teil-Editionen. Darüber hinaus enthält sie die einschlägigen Zeitschriften und Monographien. Für die Arbeit am Wörterbuch stellt sie schließlich neben den grundlegenden Grammatiken auch eine umfangreiche Sammlung wissenschaftlicher Wörterbücher zum Hebräischen, Aramäischen und den übrigen semitischen Sprachen bereit.

Vom Fragment zum Wörterbuchartikel

Fragment Pesher Habakuk Am Anfang der Wörterbuch-Arbeit steht die Handschrift als solche. Häufig ist deren Text in mehreren verschiedenen Editionen veröffentlicht. In den meisten Fällen sind die Handschriften stark beschädigt, weshalb sie u.U. nur schwer zu entziffern sind. Daher können Transkriptionen ein und derselben Handschrift von Edition zu Edition voneinander abweichen.

 

Screenshot Datenbank Um den tatsächlichen Wortbestand der Qumrantexte zu erfassen, werden aus diesem Grund zunächst die verschiedenen Editionen sorgfältig miteinander verglichen und die dabei zu Tage tretenden Varianten in einer Datenbank aufgenommen. In der Datenbank sind sämtliche Belege zu den einzelnen Lemmata erfasst.

 

Screenshot Wörterbuchartikel Die einzelnen Artikel beruhen auf einer moprhologischen und semantischen Analyse aller Belege des jeweiligen Lemmas. Im Artikel werden nach einer etymologischen Einordnung des Lemmas in die hebräische bzw. aramäische Sprachgeschichte sämtliche Formen eines Lemmas aufgeführt. Der sich anschließende semantische Teil dokumentiert die unterschiedlichen Bedeutungen durch eine möglichst umfassende Auswahl an Belegen, die im Kontext zitiert und übersetzt werden.